my saturday went pretty well until I realized it was monday

2018 | Bühnenstück | Uraufführung 01. + 02. + 03.11.2018 tanzhaus nrw Düsseldorf

 

Der Versuch, einen menschlichen Körper zu konservieren, kann – abhängig von der Art der Haltbarmachung – poetisch bis makaber, durchaus so unterhaltsam wie zerstörerisch sein. Jedenfalls fordert der Versuch der Haltbarmachung dazu heraus, die Potentiale und Grenzen eines Körpers zu betrachten. Denn wird er in Vakuum verpackt oder in Plastik gehüllt, führt das zu Deformationen und der Körper verändert seine Bedeutung und Funktionen. Wird der Brustkorb wie in einem Korsett geschnürt und für die Schönheit ausgestellt, wird die Atmung vernachlässigt, die Bewegungsfreiheit eingeschränkt, die Haut eingelegt in ihren eigenen salzigen Schweiß. Anhand ihrer Experimente mit dem eigenen, menschlichen Fleisch, betrachten HARTMANNMUELLER in ihrer Performance „my saturday went pretty well until i realized it was monday“ Shakespeare’s Figur Hamlet aus einer besonderen Perspektive. Er, der in Zwängen und dem eigenen Körper gefangen scheint und dem HARTMANNMUELLER helfen, ebendiese zu dekonstruieren. Sie eignen sich Hamlets Probleme an und übertragen sie auf die Körper der heutigen Zeit – denn auch 2018 scheint die Welt aus den Fugen und ein wahnhaftes Verwirrspiel um physische Grenzen beginnt.

Choreografie,Konzept, Musik-Komposition: Simon Hartmann, Daniel Ernesto Mueller

Dramaturgie: Annette Müller

Lichttechnik: Philipp Zander

Foto: ©Dennis Yenmez

 

Eine Produktion von HARTMANNMUELLER,  koproduziert durch das tanzhaus nrw. Gefördert durch die Kunststiftung NRW und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein Westfalen


in noT

2017  |  Bühnenstück  |  Uraufführung 19. + 20. + 21. 12.2017  tanzhaus nrw Düsseldorf

 

HARTMANNMUELLER werfen in ihrer neuen Arbeit einen intimen Blick auf das Dasein des Menschen. Mit präzisen Handlungen definieren sie einen Raum, konstruieren eine Situation, setzen den Körper in Bezug zu einer Skulptur, um dann die Anordnung auf ihre theatrale Wirkung zu untersuchen. In ausgearbeiteten Bildern spielen sie mit dem Empfinden von Zeit, dehnen sie und strapazieren den Moment bis zum Äußersten. Betrachter*innen erleben die ungeahnten Metamorphosen der Körper, die HARTMANNMUELLER so herbeiführen. Dabei fragen sie, wie sich ein Begriff vom Körper bildet, nach den Grenzen der Manipulierbarkeit und wie sich solch radikale Eingriffe auf das auswirken, was den Menschen eigentlich ausmacht. Monströses und Entstelltes haftet der Menschen-Plastik an, die aus dem Laboratorium des Künstler-Duos hervorgeht. Den Soundtrack zur Analyse des Menschenkörpers und seiner Veränderbarkeit gestaltet wie in den vorausgegangenen Produktionen der Klang- und Bildkünstler Orson Hentschel.

Choreografie, Konzept: HARTMANNMUELLER

Darsteller: Simon Hartmann, Daniel Ernesto Mueller

Musik: Orson Hentschel

Licht: Philipp Zander

Bühnenbild: Felix Ersig

Dramaturgische Beratung: Annette Müller

Fotos: ©Dennis Yenmez

 

Eine Produktion von HARTMANNMUELLER, koproduziert durch das tanzhaus nrw. Gefördert durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, die Kunststiftung NRW und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.


Du bist nicht allein

2016  |  Bühnenstück  |  Premiere 17. + 18.11.2016 Fabrik Heeder Krefeld

 

Mit „Du bist nicht allein“ entblättert HARTMANNMUELLER das Hier und Jetzt und schleusen ihr Publikum mit Wiederholungen und Variationen des Bekannten in überraschende Dimensionen der Vorstellungskraft. Irgendwo zwischen Traum und Realität liegt diese Erkundung, die mit Farben, Licht und Schatten und Musik eine neue Wirklichkeit freilegt. Mit jeder neuen Entdeckung offenbaren sich erhellende Einblicke, die die beiden Performer wie Getriebene durchlaufen: Mit der Steigerung des Körperlichen ins Extreme schreibt sich das Vorgestellte direkt in ihre Körper und Erfahrung ein. HARTMANNMUELLER macht es sich zur Aufgabe, das Publikum zu verführen: zu einem Blick in eine ungewohnte Welt und einem irritierenden Gefühlszustand.

Choreografie, Konzept: HARTMANNMUELLER

Darsteller: Simon Hartmann, Daniel Ernesto Mueller

Musik: Orson Hentschel

Licht: Philipp Zander

Bühnenbild: Felix Ersig

Dramaturgische Beratung: Annette Müller

Fotos: ©Dennis Yenmez + ©Peter Sawicki

 

Eine Produktion von HARTMANNMUELLER, koproduziert durch das Kulturbüro der Stadt Krefeld und das tanzhaus nrw. Gefördert durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, die Kunststiftung NRW und das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.


Under The Bridge

2016  |  Outdoor Performance | Premiere 01. + 08.07.2016  unter der Schönwasserparkbrücke der A57 Krefeld

 

In seiner Outdoor-Performance„Under The Bridge“ nimmt das Ensemble HARTMANNMUELLER die Zuschauer mit auf eine Reise unter die Krefelder Schönwasserpark-Brücke der Autobahn A57, die zu den stauträchtigsten Autobahnen in Nordrhein-Westfalen gehört. Über die Brücke fahren täglich bis zu 90.000 Fahrzeuge.Unter dieser Brücke, in direkter Nähe zu Bahngleisen, umringt von Natur und einem Schrebergartenverein, wirft HARTMANNMUELLER Fragen nach dem Umgang mit dieser fremden Umgebung auf. Irritationen werden geschaffen und neue Zusammenhänge erforscht. Überall lauern Überraschungen. Alles ist möglich unter der A57. HARTMANNMUELLER arbeitet mit diesem Stück zum Thema der Absurdität. Die Zuschauer werden Zeugen der Erkundung der Realität unter der Brücke. Zu Beginn scheint dieser Ort auch für die Künstler zunächst unbekannt. Sie müssen sich ihre „Erkenntnis“-Wege erarbeiten, um die Mechanismen und Funktionsweisen dieser Realität zu verstehen. Durch die Geräuschkulisse der Autobahn und der vorbeifahrenden Züge tritt der Performance ein Moment der Unvorhersehbarkeit hinzu. „Under The Bridge“ fordert jeden auf, sich unvoreingenommen auf die Erkundung dieser neuen Welt einzulassen und sich mit ihrer vermeintlichen Wahrheit auseinanderzusetzen. Keine Bühne trennt die Künstler vom Publikum, keine künstlich erzeugte Distanz mindert die synästhetische Erfahrung der Zuschauer. Diese Nähe zum Publikum führt zur Verstärkung der sinnlichen Eindrücke und vereinigt alle Beteiligten in einem gemeinsamen Universum, einer Welt unter einer Autobahnbrücke der A57.

Konzept, Bühnenbild, Kostüme: HARTMANNMUELLER + Felix Ersig

Darsteller: Simon Hartmann, Daniel Ernesto Mueller + Felix Ersig

Musik: „A Smooth One“ (Benny Goodman), gespielt von Buddy Rich

 

Eine Produktion von HARTMANNMUELLER, koproduziert durch das Kulturbüro der Stadt Krefeld.


it is what it is

2015  |  Bühnenstück  |  Premiere 17. + 18. + 19.12.2015 tanzhaus nrw Düsseldorf

 

Zwei Darsteller, zwei Arbeitsaufträge. Während der Eine damit beschäftigt ist Gegenstände aus Stahl auf die Bühne zu tragen, um sie mit einem lauten Knall auf den Boden fallen zu lassen, zerschlägt der Andere bunte Blume mit einem Hammer auf einem Podest. Die zerstörten Blütenblätter bilden allmählich einen bunten Teppich auf dem Boden und der Duft vergammelter Blumenabfälle breitet sich im Raum aus. Zeitgleich entsteht im Hintergrund ein Berg aus Stahl. Der Rhythmus, der durch das Fallen lassen der Gegenstände und dem gleichmäßigen Hammerschlag entsteht, wird von dem Live-Musiker aufgegriffen und weiterentwickelt. Eine Stimme aus dem Off beschreibt das Geschehen, leitet den Blick und gibt einen Einblick in die Gefühlswelt der Darsteller. Was passiert da eigentlich? Handelt es sich wirklich um zwei Personen oder stehen sie für zwei Sichtweisen einer Person, die sich gegenseitig beeinflussen, sich behindern, sich erweitern? Mit der Zeit entsteht ein bewegtes Bild. Ein bewegtes Stillleben. Und immer die Frage ob die Stimme aus dem Off das Geschehen vorgibt, ob die Darsteller es bestimmen oder ob sie es zumindest beeinflussen können.

Choreografie, Konzept: HARTMANNMUELLER;

Darsteller: Simon Hartmann, Daniel Ernesto Mueller;

Musik: Johannes Eimermacher;

Bühnenbild: Felix Ersig

Fotos: ©Dennis Yenmez

 

Eine Produktion von HARTMANNMUELLER in Kooperation mit dem tanzhaus nrw, gefördert durch das Kulturamt der Stadt Düsseldorf und

das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW.


FRAGRANCE – ein bewegtes Stillleben

2015  |  Installation  |  Dauer: 1 Stunde  |  Premiere PACT Zollverein Essen  |  ATELIER SPEZIAL

 

Zwei sich ständig wiederholende Abläufe. Kein Anfang. Kein Ende. Ein sich immer wiederholendes Bild. Eine Ablagerung in der Luft. HARTMANNMUELLER üben sich in Ausdauer. Ein Versuch.

Choreografie, Konzept: HARTMANNMUELLER

Darsteller: Simon Hartmann, Daniel Ernesto Mueller

Musik: Johannes Eimermacher

Bühnenbild: Felix Ersig

 

Eine Produktion von HARTMANNMUELLER in Kooperation mit PACT Zollverein Essen.


Melodien zum Träumen

2014  |  Bühnenstück  |  Premiere 18. + 19.12.2014 tanzhaus nrw Düsseldorf

 

Zwei Plattenspieler aus Teakholz-Imitat, ein paar abgerockte Lautsprecher, Platten mit Covern, die schon bessere Zeiten gesehen haben, und ein wenig Krempel aus längst vergangenen Glamorzeiten. Melodien erklingen und entführen die Zuschauer, gemeinsam mit den beiden Typen auf der Bühne, in nostalgische Träume. Und immer wieder werden Gegenstände neu arrangiert, Klischees zurechtgerückt, popkulturelle Zitate gestreut, Räume vermessen, Körper verdreht, Posen inszeniert, Masken entlarvt und Beziehungsverhältnisse in Szene gesetzt.

Choreographie, Konzept: HARTMANNMUELLER;

Darsteller: Simon Hartmann, Daniel Ernesto Mueller

Fotos: ©Dennis Yenmez

 

Eine Produktion von HARTMANNMUELLER in Kooperation mit dem tanzhaus nrw Düsseldorf.

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Düsseldorf und das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.


Zurück zum Hund

2013  |  Bühnenstück  |  Premiere tanzhaus nrw Düsseldorf | Now & Next  

Die neue Produktion zurück zum Hund von HARTMANNMUELLER ist einfach schön. Schön hässlich, schön dramatisch, schön komisch, schön schön. Das Duo, hier als Trio aufgestellt, ergänzt durch die Tänzerin Lenah Flaig, präsentiert ihr neues Bühnenstück „zurück zum Hund“. Mit einer Mischung aus Präzision, Humor und Absurdität wird der Zuschauer zum Betrachter schräger, bildlicher Szenen, in denen sich die Figuren bewegen. Um was es genau geht wird nicht preisgegeben. Dem Betrachter wird die Möglichkeit eingeräumt sich in dem was auf der Bühne passiert zu verlieren. Das scheinbar in greifbarer Nähe befindliche glückliche Ende wird von Bild zu Bild verändert und hinausgezögert. Das Schöne wird verzerrt, angezweifelt und zerlegt.

Choreographie: HARTMANNMUELLER

Darsteller: Lenah Flaig, Daniel Ernesto Mueller, Simon Hartmann

Musik: Christian Dahlen

Assistenz: Céline Larrère

Foto: ©Zerrin

 

Eine Produktion von HARTMANNMUELLER in Kooperation mit dem tanzhaus nrw Düsseldorf


die galactic twins

2012  |  Bühnenstück  |  Premiere tanzhaus nrw Düsseldorf  |  Now & Next

 

Ausgangspunkt der Arbeit war das Phänomen Zwilling. HARTMANNMUELLER beschäftigt sich mit der Frage, in wie weit sich Zwillinge ihr eigenes „Universum“ aufbauen, in der eine eigene Moral und eigene Formen herrschen. Wie versuchen beide, jeder für sich, diese Formen aufzubrechen, sich ihnen zu widersetzen um sich als Individuum wahrzunehmen. Und wie stark ist der Drang dennoch eine Verbundenheit zu erfahren und Nähe zu spüren, eine Einheit zu bilden, die Stärke demonstriert und einen Raum schafft, in dem man sich wohl und sicher fühlt. Und was hat das alles mit den 80ern zu tun?

Choreographie, Konzept: HARTMANNMUELLER
Darsteller: Simon Hartmann, Daniel Ernesto Mueller
Musik: Johannes Hartmann

Fotos: ©Dennis Yenmez

 

Eine Produktion von HARTMANNMUELLER in Kooperation mit dem tanzhaus nrw Düsseldorf


Das Röhren der Hirsche

Januar 2009  |  Bühnenstück

 

Premiere Prinz Regent Theater Bochum | Januar 2009

Choreographie, Konzept: HARTMANNMUELLER + Tim Gerhards

Darsteller: Tim Gerhards, Simon Hartmann, Daniel Ernesto Mueller