Simon HARTMANN

*27.01.1984 Pforzheim

2003/2004   Desmond Jones School of Mime & Physical Theatre London

2006/2010   Folkwang Universität der Künste Essen, Diplom Bühnentanz

Daniel Ernesto MUELLER 

*02.04.1980 Schlüchtern

2001/2006   Johann Wolfgang von Goethe Universität Frankfurt Main,                                         Lehramt Primarstufe, Erstes Staatsexamen

2006/2010   Folkwang Universität der Künste Essen, Diplom Bühnentanz


HARTMANNMUELLER wurde 2011 von Simon Hartmann und Daniel Ernesto Mueller gegründet. Sie lernten sich während des Studiums zum Bühnentänzer an der Folkwang Universität der Künste in Essen kennen. 2015 erhielten sie den Förderpreis der Stadt Düsseldorf im Bereich der Darstellenden Kunst.

 

Die Arbeiten von HARTMANNMUELLER sind gekennzeichnet durch eine körperliche Auseinandersetzung, die sich nicht an zeitgenössischen Bewegungsformen orientiert. Sie sind auf der Suche nach einer neuen Ausdrucksform, die von Film und Popkultur beeinflusst ist und sich damit der Zuordnung zu herkömmlichen Klassifizierungen entzieht. Sie arbeiten an den Grenzen zwischen Tanz, Performance und Theater.

Ausgehend von einem Bühnenbild, das für gewöhnlich den ersten Rahmen einer Kreation darstellt, erarbeiten sie die Facetten der für ein Stück relevanten Klischees und Archetypen, um diese dann bis zum Extrem zu verzerren oder sie aus ihrem Kontext herauszulösen. Dabei involvieren sie ihr Publikum und spielen mit ihm auf eine Art, die es unmöglich macht, das Dargestellte auf eindeutige Weise zu interpretieren. Ironie, Sarkasmus, Absurdität oder Humor? Ziel von HARTMANNMUELLER ist es nicht, dem Zuschauer eine neue Welt zu präsentieren und eine Geschichte zu erzählen, vielmehr wollen sie das Publikum dazu bringen, sich die Fragen zu stellen, mit denen sie sich in ihren künstlerischen Prozessen beschäftigten. Gleichzeitig zeigen sie ihre Bühnenstücke so, dass der Betrachter das Schöne nicht zu schön, das Ernste nicht zu ernst und das Klischee nicht als Kitsch benennen kann.

 

Ihre Szenen sind häufig durch ein Spannungsfeld zwischen emotionalen Inhalten und vieldeutig interpretierbaren Handlungen gekennzeichnet. Die dadurch entstehende Ironie ist ein sehr grundlegendes Element der Arbeit von HARTMANNMUELLER, in der auch die Ernsthaftigkeit stets bezweifelt wird.